Costa Rica Rundreise: Reisebericht, Tipps, Erfahrungen
Auf dieser Webseite möchte ich über unsere Eindrücke und Erfahrungen aus einer dreiwöchigen Reise durch Costa Rica berichten. Wir sind ein Ehepaar aus Österreich, das gerne reist … und wir sind noch nicht allzu lang in Pension.
Auf unserem Weg durch Costa Rica lagen sieben Stationen, in mehreren Nationalparks konnten wir unzählige Pflanzen und Tiere entdecken, darunter mit viel Glück auch einige Raritäten.

Klima und Reisezeit
Unsre Reisezeit war Jänner/Februar 2026, also in der Trockenzeit (Dezember – April). Sie bietet angenehme Temperaturen von 25-30 Grad, viel Sonnenschein und relativ wenig Niederschläge. Für mich und meine Frau war diese Zeit mit stabilerem Wetter sinnvoll. Unsere Schwerpunkte waren das Wandern in Naturparks und die Tierbeobachtung, dennoch wollten wir auch bei warmen Thermalquellen relaxen und die Pazifik- und Karibikstrände genießen.
In der Regenzeit (Juni-Oktober), der „Grünen Saison“, gibt es hingegen häufiger Regen, hohe Luftfeuchtigkeit und besonders üppige Vegetation. Diese Zeit ist touristisch weniger überlaufen und daher auch etwas billiger.
Reiseplanung
Costa Rica gilt als ein sicheres Land in Mittelamerika, deshalb haben meine Frau ich eine Individualreise beschlossen. Grundlagen unserer Planungen waren Tipps aus diversen Reiseführern und Webseiten. Rasch wurde klar, dass eine Rundreise für die wichtigsten Highlights rund drei Wochen Zeit erfordern würde. Sieben Stationen wurden es dann, alle Quartiere haben wir über Booking.com gebucht – immer mit der Option der kostenlosen Stornierung. So konnten wir sogar während der Reise eine sinnvolle Umplanung vornehmen.
Flug und Mietwagen
Air France / KLM brachte uns von Wien Schwechat zunächst nach Amsterdam und dann ging es mit einem elfstündigen Flug in der Premium-Economy nach San José. Der Zeitunterschied beträgt im Winter sieben Stunden, während der europäischen Sommerzeit acht. Den Mietwagen haben wir (wie auch den Flug) schon Monate im Voraus gebucht – und zwar über den ÖAMTC, mit diversen Vorteilen wie Preisrabatt, kostenfreier Stornierung und Zusatzfahrer ohne Aufpreis. Der Mietwagen, ein Kompakt-SUV Toyota RAV4 mit Allradantrieb, stammte von der Autovermietung ALAMO. Das Auto war praktisch neu und brachte uns rund 2.100 km völlig problemlos durchs Land.
Gleich bei der Übernahme des Autos gab es allerdings eine Überraschung: Es hatte – wie die meisten Mietautos der Touristen – keine Kennzeichen, stattdessen ein an die Windschutzscheibe geklebtes Dokument!
Sicherheit
Wir können festhalten, dass wir uns nirgendwo unsicher oder gar gefährdet gefühlt haben, auch nicht in der Hauptstadt, wo wir allerdings nicht nach Einbruch der Dunkelheit unterwegs waren.
Tipp: Für den Mietwagen bieten Hotels und Lodges meist gesicherte Parkplätze. Generell sollte man im Auto nichts offen liegenlassen. Tipp: Man sollte bei der Auswahl des Mietautos achten, dass das Auto groß genug ist, um Koffer und Rucksäcke im Kofferraum zu verstauen und die Abdeckung drüberziehen zu können. Das ist beim Quartierwechsel und Zwischenstopps sinnvoll!
Zur Sicherheit gehört auch, dass man im Notfall Hilfe rufen oder auch nur untereinander telefonieren kann. Meine Frau und ich hatten deshalb an den Handies E-SIM-Karten von Saily installiert. Alternativ kann man am Flughafen eine lokale SIM-Karte kaufen.
Straßen und Straßenverkehr
Autofahren ist in Costa Rica problemlos, alle verhalten sich weitgehend diszipliniert. In den Städten nerven aber die Moped- und Motorradfahrer, die auf Teufel komm raus herumkurven. Polizeikontrolle haben wir nur einmal gesehen, Radarfallen gibt es offenbar gar nicht. Nur in der Hauptstadt war viel Polizei präsent, vor allem in der Fußgängerzone und rund um das Goldmuseum.

Höherrangige Straßen sind flott und sicher befahrbar, bei Nebenstraßen können gefährliche Schlaglöcher auftauchen oder die Straße wird plötzlich zu einer Schotterpiste. Zu bedenken ist: in entlegenen Gegenden sind die Tankstellen rar gesät!
Zur Navigation haben wir Google Maps online benützt, das hat sehr gut funktioniert. Die vielfach empfohlene App „Waze“ haben wir nicht verwendet.
Fotografieren
In San José haben wir mit Handy fotografiert, die Systemkamera habe ich vorsichtshalber im Hotel gelassen. In den Nationalparks braucht man hingegen keine Bedenken mit einer teuren Kamera haben. Hier kam auch meine Nikon Z7 II vorteilhaft zum Einsatz, da sie dank ihrer hohen Auflösung später starke Bildausschnitte erlaubt hat (s.u.). Ein echtes Tele wäre aber trotzdem besser gewesen – die meisten Tiere waren ja oft weit entfernt oder Winzlinge.
Es ist schier unglaublich, was leistungsfähige Bildbearbeitung heutzutage ermöglicht. Die beiden folgenden Bilder demonstrieren eine extreme Ausschnittvergrößerung mit ca. 1% der Originalfläche. Mit Photoshop wurden zunächst Farben und Kontraste optimiert, dann der Ausschnitt hochskaliert und das Ergebnis mit KI geschärft.


Gastronomie
Restaurants sind mindestens so teuer wie bei uns, eine Pizza kostet 12-16 Euro, für ein Abendessen zu zweit samt Bier muss man locker 100 Euro hinlegen. Das Essen war meist ansprechend hergerichtet und gut. Es gibt allerdings auch Fine Dining-Lokale.
Für Selbstversorger sieht es eher düster aus: In den Supermärkten ist alles teuer und die meisten Märkte haben ein eher mickriges Angebot bei Frischwaren. Allerdings gib es überall gute internationale Weine.

Nationalparks und Sehenswürdigkeiten
Es gibt in Costa Rica an die 30 Nationalparks und Reservate. So steht ein Viertel der Fläche des Landes unter allgemeinem Naturschutz. Für fast alle Nationalparks und Attraktionen muss man die Tickets rechtzeitig und im Voraus online kaufen. Vor Ort kann man meistens gar nicht zahlen, weder bar noch mit Karte! Beim Misticopark Hanging Bridges bei La Fortuna wurden wir glatt weggeschickt.
Die Landeswährung ist Colon; 1€ sind rund 600 Colon. US-Dollar werden meist akzeptiert, aber man zahlt ohnedies überall mit Kreditkarten.
Unser Fazit
Wir hatten einen aktiven, spannenden und unvergesslichen Urlaub, konnten ehrfurchtgebietende Urwald-Baumriesen sehen, durch den Dschungel stapfen, unseren Jagdtrieb nach Blüten und Tieren ausleben, Pazifikstrände und Karibikstrände vergleichen und bei zwei Quartieren in der Nähe von Vulkanen ungestört stundenlang in warmen Thermalbecken suhlen.
Was will man mehr? Es war einfach schön…
Hier die Reisekosten für zwei Personen:
| AIR FRANCE / KLM | € 4.100,- |
| Mietwagen ALAMO | € 1.200,- |
| Benzin | € 200,- |
| 7 Quartiere | € 5.000,- |
| Buchungen, Eintritte | € 600,- |
| Essen | € 2.100,- |
| Diverses, Mitbringsel | € 600,- |
| SUMME | € 13.800,- |
Bildergalerien zu den sieben Reisestationen:
Station 4: Santa Elena und die Nebelwälder
Station 5: Pakifikküste beim Manuel Antonio-Nationalpark
Station 6: Orosi und die Coffee Pickers
Station 7: Atlantikküste und Karibik
Erlebnisbericht: Wie ich den Quetzal fand
Was Sie schon immer über den Quetzal wissen wollten
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